EreignisHorizont missunderstood - Galaktische Reisen durch Wurmlöcher
reisen04-14 12:08:04 MESZ
Nochmal ein paar Dinge richtigstellen.
An einem EreignisHorizont ist nichts
sicht- oder fühlbares. Wenn man bei einem sehr großen
Schwarzen Loch (Masse wie viele Galaxien)
den EreignisHorizont überquert, dann sind
die TidenKräfte klein, und man erfreut sich
bester Gesundheit. Es gibt jedoch keine zeitartige
WeltLinie, die von der Singularität (beim
nichtrotierenden Schwarzen Loch) wegführt.
Die Singularität ist die unvermeidliche
Zukunft für alles geworden, was den
EreignisHorizont unterschritten hat. - Und diese
Zukunft ist eben tödlich - ein “Final Crunch”.
Wenn das Schwarze Loch nun einen DrehImpuls hat, dann
gibt es keine Singularität. Die WeltLinie eines
einfallenden Körpers zu berechnen wird von nun an
recht ekelhaft - aber dieser Körper muß keine
unendlich hohen TidenKräfte mehr erleiden. Der Weg
“zurück” ist tatsächlich verschlossen, insofern gab
es
einen EreignisHorizont - aber nach vorne geht es weiter.
Ich weiß aber nicht, wohin.
Wenn man die Metrik eines
WurmLoches ausrechnet, glaubt man es zu wissen - aber
die Natur kann sich straffrei nicht an das halten, was
wir über ART zu wissen glauben.
Und noch etwas: Wer immer lebendig einen EreignisHorizont
überquert hat, kann nicht nur nie mehr zurück - er hat
auch die gesamte zeitliche Entwicklung des
Universums hinter sich gelassen. Von “außen”
gesehen existiert der EreignisHorizont nur in der Zukunft,
da die Bildung eines SL ja auch unendlich lange dauert
(Was keinen Unterschied macht, wenn man hineinspringt).
Das gilt auch für den Eingang eines WurmLoches.
NunDennQue. Wenn man erst einmal drin ist, haben sich
(vermutlich) die physikalischen Gesetze nicht geändert.
Die GeoMetrie der RaumZeit wird durch die MaterieDichte und
die ImpulsDichte im Raum bestimmt. Diese SpielRegeln
sind bekannt. Wenn man jetzt mit exotischen
Energie- und ImpulsDichten herumspielt, gelangt man
vermutlich zu jeder RaumZeitGeometrie, die man haben will.
Das hat der Krasnikov wohl so gemacht. (Leider kann ich im
Moment das OriginalPapier nicht einsehen.)
Also: Ein BahnHof, der erst in unendlich langer Zeit in der
Zukunft gebaut wird, ist nicht recht nützlich. Ein
BahnHof, der jeden verschlingt, der hineingeht, um den
FahrPlan zu lesen, oder auch nur, um festzustellen,
ob es den BahnHof tatsächlich gibt,
ist auch nicht nützlich.
Und dann gibt es nur eine Gleise, und keiner weiß, wohin …
Date posted: Dienstag, März 25th, 2008 19:01 | Under category: Allgemein
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