Re: Reisen zu fernen Planeten/Galaxien ist möglich - NASA gibt Weltraumteleskop Hubble auf
> c`ist eine Konstante…(~300.000 Km/s)
STOP!
Erstens handelt es sich um die Vakuumslichtgeschwindigkeit, zweitens
beachte man die wohl doch nicht so konstante Feinstrukturkonstante.
Wenn die nicht vor 13,9 Mrd. Jahren so war wie heute, war die LG
damals auch anders. Mit der Folge, dass jede Altersbestimmung des
Universum ad absurdum geführt wird. Denn wie ist modern Zeit
definiert? Genau, Anzahl der Schwingungen eines Wasserstoffatoms. So,
und wenn die LG(alt) <> LG(heute) ist, laufen auch alle
physikalischen und atomaren Prozesse mit anderer Geschwindigkeit ab,
d.h. die Ablaufgeschwindigkeit der Zeit damals war ungleich der von
heute. Ist die Entwicklung der Feinstrukturkonstante beispielsweise
leicht exponentiell ansteigend, dann könnte man sagen, das das
Universum zum Urknall quasi eine unendlich langsam ablaufende Zeit
hatte, deren Ablaufgeschwindigkeit sich exponentiell erhöhte. Dann
ist es nicht 14 Mrd. Jahre alt, sondern 14^x Mrd. Jahre.
Um Dich jetzt vollständig zu verwirren: wenn Du damals schon
Bestandteil des Universum gewesen wärst - was Du ja eigentlich auch
schon warst - dann dürftest Du von der Sache herzlich wenig
mitbekommen haben, da Dein Wesen (chemisch-elektrische Funktionsweise
des Körpers) ebenfalls der Ablaufgeschwindigkeit der Zeit unterliegt.
Was uns wieder zu der Frage führt, ob überall im Universum die Zeit
gleich schnell abläuft (was sie nicht tut).
Daher auch die grundsätzliche Frage, ob die Zeit derzeit vorwärts
oder rückwärts abläuft. Da alle chemisch-elektrischen Prozesse von
physikalischen Gesetzen und damit auch von der Zeit abhängig sind,
würden diese bei t*(-1) gerichteter Zeit genauso ablaufen wie jetzt,
nur halt rückwärts. Davon würdest Du genauso rein gar nichts
mitbekommen, wäre genauso wie jetzt. Sie könnte rein theoretisch auch
vorwärts-rückwärts-vorwärts-rückwärts laufen oder zwei Schritte
(Millisekunden? Milliarden Jahre?) vorwärts laufen und einen
rückwärts. Auch davon würdest Du selbst nach dem 10.000sten Loop
nichts mitbekommen.
Was uns zu der Erkenntnis führt, dass Zeit absolut irrelevant ist. Es
ist nur wichtig, dass sie in die eine und/oder andere Richtung
verläuft und nicht stillsteht (ich hasse statische Universen - sind
in Computerspielen aber am einfachsten zu besiedeln *g*).
Und es ist noch viel wichtiger, dass man sie nutzt, die Zeit. Vor
allem die eigene. Denn zumindest die ist endlich.
Christian.
Date posted: Samstag, April 19th, 2008 06:01 | Under category: Allgemein
RSS 2.0 | Comment | Trackback