Re: Nicht ueberall wird Energie aus Atomkraft/Oel/Kohle erzeugt - General Motors setzt auf neue “Wunderbat…

reisenuf Reisen mag es eine Rolle spielen. Hier aber auch die Gegenfrage:
> > Warum nicht die Bahn nutzen, solange es vertretbar ist?
>
> Weil die Bahn keine Alternative ist. Sie ist:
> - viel zu teuer
Auf langen Reisen? Kaum. Rechne es einfach mal aus
> - viel zu unflexibel
Wie flexibel muss man auf Reisen sein? Das ist individuell. I.d.R.
reicht es, wenn pro Stunde ein Zug von A nach B fährt - und manchmal
auch öfter.
> - viel zu unpuenktlich
Ein Gerücht. 10 oder 20 Minuten auf 800 Kilometer sind nicht so
richtig unpünktlich. Sie sind ärgerlich, wenn der Anschluss verpasst
wird. Es kommt aber auch nicht immer vor. Die Regel sind zwischen 5
und 10 Minuten auf mehrere hundert Kilometer - meist bedingt durch
marode Signaltechnik. Ein Problem. Sicher.
Mit dem Auto kannst Du aber auch nicht wirklich planen, ob Du
pünktlich bist - vor allem nicht auf langen Strecken.
> - viel zu unfreundlich
So? Finde ich nicht. Wie freundlich muss der Typ am Fahrstand oder
der, der die Karte netwertet denn sein? Muss er Handküsse und Blumen
verteilen?
> - viel zu unkomfortabel
Sicher. Zweite Klasse ist nicht so doll. Auf langen Reisen wählt man
daher rechtzeitig vorher die 1. Klasse und fährt dann zum Normalpreis
der 2. Klasse.
> - das Streckennetz ist viel zu duenn/unpassend
Ach komm… Für einen Urlaub reicht es vollkommen aus. Vor Ort gibt
es dann auch immer entsprechende Transfermöglichkeiten.
> Ich fahre nicht von Muenchen nach Frankfurt. Solche Strecken sind gut
> ausgebaut, werden in kurzen Takten mit guten Zuegen befahren. Sobald
> man aber eine Kleinstadt oder gar ein Dorf erreichen will, ist man
> mit oeffentlichen Verkehrsmitteln am Ende. Wenn jetzt noch
Nicht ganz. Aber das Argument hat natürlich was. Nun aber die Frage:
Wie viele Bundesbürger haben diese Problemstellung tagtäglich?
> Spezialitaeten wie Transport von mehr als einer Reisetasche oder ein
> Hund dazu kommen, hat die Bahn vollends verloren.
Nein. Selbst vollbeladen geht es. Hunde sind auch möglich. Das
Problem ist dann halt die Zeit bis zum nächsten Stop. Bisher gibt es
da aber auch keinen echten Bedarf und wie das eben so ist: Kein
Bedarf, kein Angebot!
> Beispiel: ich habe fast 4 Jahre in Regensburg gewohnt und gearbeitet.
> Ich bin mit dem Bus zur Arbeit gefahren, weil es am praktischsten und
>
guenstigsten war. Aber um meine Eltern im 700 km entfernten Doerfchen
> zu besuchen, konnte ich die Bahn vergessen. Die Loesung war jedes Mal
> ein Leihwagen: flexibel, komfortabel und vergleichsweise guenstig.
Nun. Ich kann nicht beurteilen, wie flexibel man da sien muss. Aber
es wäre zum Beispiel schon etwas gewesen, den Leihwagen dann ab der
letzten großen Haltestelle zu nehmen und bis dahin die Bahn zu nutzen
(nur zum Beispiel)
> Im Mai bin ich nach Oslo (Norwegen umgezogen). Den Transport habe ich
> natuerlich nicht mit der Bahn erledigt sondern mit einem Leihwagen.
> Solange die Bahn nicht auf 99% aller Anwendungsfaelle eine gute und
> guenstige Antwort hat (und davon ist sie sehr weit entfernt), sind
> Autos nach wie vor die bessere Loesung.
Nein. Wenn die Bahn für 75% der Fälle eine gute (oder akzeptable)
Lösung bietet, dann bedeutet das, das man 75% des anfallenden
Verkehrs auf die Schiene verlegen KÖNNTE. Nicht so schlecht. Selbst
wenn es nur 50% oder 30% wären, wäre das besser als nichts.

POST SUMMARY
Date posted: Sonntag, September 21st, 2008 22:01 | Under category: Allgemein
RSS 2.0 | Comment | Trackback

Leave a Comment

Please note: Comment moderation is enabled and may delay your comment. There is no need to resubmit your comment.