Re: Wow! Die Fragen sind der Hammer. 1984 live. - Vor 20 Jahren: 10 Minuten, die allen hel…
> Daran entzündete sich seinerzeit ein durchaus ernsthafte Diskussion.
> weil die Volkszählung nämlich als Planungsgrundlage genommen wird. Es
> ist dafür aber nicht entscheidend, wer wie zur Arbeit fährt, sondern
> wie er fahren MÖCHTE.
Mag für zukunftsorientierte Projekte zutreffen, beeinflusst
notwendige Schätzungen für Wartung und Instandhaltung jedoch nicht.
> Das festzustellen benötigt man keine
> Volkszählung, weil das über Stichproben und Verbrucherforschung
> gelingt. Warum sollte jemandem, der um 18:00:01 Uhr nach einer Wahl
> das Ergebnis auf 0,2% präsentieren kann, das auch nicht gelingen?
Die Verbraucher- und Wahlforscher stützen sich u.a. auf die
veröffentlichten Daten der damaligen Volkszählung……
> Ginge es wirklich um eine Volkszählung, würde es doch völlig genügen
> zu zählen, wieviele Männer und Frauen in Deutschland leben. Den Rest,
> also Altersschichtung, Lebens- und Wohnsituation, Schulbildung, Beruf
> usw. liesse sich mit üblichen Marktforschungsmethoden ermitteln.
Aber nur, wenn Du eine Grundlage hast, von der Du ableiten kannst.
Und eine wichtige Grundlage der Marktforscher sind noch immer die
damaligen Volkszählungsergebnisse kombiniert mit den daraus selbst
ermittelten Entwicklungsberechnungen.
> Die
> meisten Fragen des Bogens waren so gesehen völlig entbehrlich, zumal
> es Unterlagen über jeden Bürger, von der Wiege bis zur Bahre, gibt.
Trifft nicht zu. Zum einen reisen Menschen ein, ohne sich irgendwo zu
registrieren. Dann reisen Menschen ein, registrieren sich auch,
melden aber niemandem, dass sie wieder ausgereist sind. Und so
weiter. Abgesehen davon hab es in den 80er Jahren keine
EDV-Möglichkeiten, wie es sie heute gibt. Der Karteikasten im
Einwohnermeldeamt von Husum war leider nicht wirklich vernetzt und
eine statistische Auswertung aller Husums mit überschaubaren Mitteln
nicht möglich.
tp
Date posted: Dienstag, September 23rd, 2008 04:02 | Under category: Allgemein
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