Werte sind keine Gefühle - 2500 Jahre vor Prozac
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> > Das ist vermutlich eine Frage der instinktiven Orientierung. Ich
> > selbst halte Glück für einen subalternen Wert, verglichen mit
> > Freiheit und Wahrheit, von denen die eine schmerzhaft, die andere
> > hässlich und grausam sein kann. Um so sublimer sind beide, wenn sich
> > in ihnen das Glück zeigt.
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> > Nun ist das Glück, wie wir lesen, auch nur ein Nervenkitzel, ein
> > Glücksgefühl. Irgendetwas absurdes hat es jedesmal, wenn es sich so
> > materialisieren und lokalisieren lässt.
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> Was aber, wenn Freiheit und Wahrheit auch nur Gefühle sind? In
> irgendeinem Lappen zuhause.
> Woran kannst du dich dann noch halten?
Nein, sie sind keine Gefühle. Sie können von solchen begleitet werden
und das ist auch immer der Fall, aber sie sind es nicht. Es sind, wie
gesagt, Werte und in diesen Werten spiegelt der Mensch sein Streben
im Verhältnis zu dem, was ihn umgibt. Diese Beziehung spielt sich
aber nicht vollkommen in ihm selbst ab, sowenig wie sich die
Liebesbeziehung zwischen zwei Menschen, in einem einzigen Menschen
oder in einem Rückstand von ihm abspielt.
> Ein wenig metaphysisches Obdach ist doch manchmal ganz angenehm,
> besonders, wenn es dazu führt, daß man ab und zu einmal Momente des
> Einsseins erlebt.
Ich verstehe die Komplexitätsreduktion nicht ganz. Von mir aus, kann
jeder mit dem metaphysischen Gepäck reisen, dass ihm beliebt. Von mir
aus kann auch jeder ohne dies reisen, wenn er dabei genauso weit
kommt. Ich bin doch nicht gegen das Streben nach Erkenntnis. Die
Idee, die Ichaktivität von der Gewahrsamkeit zu trennen, halte ich
für sehr sublim. Ich glaube nur nicht, dass dies der Konvergenzpunkt
der menschlichen Entwicklung zu sein hat, d.h. ich verhalte mich in
Bezug auf die Möglichkeit in einen anderen Bewusstseinszustand
überzuwechseln nicht religiös.
Tloen
Date posted: Freitag, September 26th, 2008 21:04 | Under category: Allgemein
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